Tatjana S. (. G. ?.
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Achtung — diese Bewertung soll weder abwertend, noch beleidigend oder sonstiges sein; sie spiegelt lediglich meine Meinung wieder und soll weder Eltern noch Schüler abschrecken! In meiner Jugend war ich dort Schülerin, da ich von Geburt an blind bin und da die Landesblindenschule in München im Jahre 2000 ihre Pforten für immer schließen musste. Zur damaligen Zeit beschloss man, sämtliche blinden Schüler mit hier unter zu bringen. Im Herbst 2001 kam ich dann auch dort hin, nachdem ich während meiner Grundschulzeit integriert worden war. Kommen wir nun leider erst zu den nicht ganz so glorreichen Dingen — dem Internat. Früher gab es davon 12 Gruppen, heute dürfte es bloß noch sehr wenige geben — so ist zumindest mein Stand. Den mutmaßlichen Grund dafür erwähne ich selbstverständlich an dieser Stelle: Es wird hier nach meiner Einschätzung ein sehr antiquiertes Leben vorgelebt — die Erzieher müssen durch die Schüler gesiezt und mit Nachnamen angesprochen werden (was bei den meisten Eltern in den Familien nicht so praktiziert werden dürfte), und die Erzieherinnen nehmen sich großteils auch recht viel Mächte heraus — egal ob ein Schüler 6 oder 18 Jahre alt ist. Somit werden den Bewohnern sehr viele Freiheiten eingeschränkt, welche bekanntlich zu einem glücklicheren Leben beitragen würden. Zudem erlebte ich persönlich sehr oft, dass die „etwas anders tickenden“ Schüler oft schnell als Außenseiter bei den Anderen „unten durch“ sind; kleine „Interessen-Grüppchen“ zu gründen, war sehr oft Programm, zumindest zu meiner Zeit. Zudem befanden sich meine wahrlich vertrauten Persönlichkeiten während meines persönlichen Internatslebens ganz und gar nicht annähernd im Bereich jeglicher Erzieherin (Achtung, an dieser Stelle soll und möchte ich weiteres nicht erwähnen). Durch den regen Austausch, egal ob durch alt eingesessene Methoden oder durch die neuen Medien, ist wahrscheinlich diese Methode den Betroffenen wohl bekannt. Achtung, es ist bloß meine Einschätzung, ich kann es nicht belegen. Die Schule machte zur damaligen Zeit zwar auch keinen ganz modernen, aber wenigstens einen besseren Eindruck: Im Grunde genommen sind die Lehrer völlig in Ordnung, es gibt in jeder Institution allerdings immer Menschen mit denen man kaumreden kann — letzter Aspekt hat allerdings nichts speziell mit dieser Schule zu tun. Was durchaus noch verbessert werden könnte: Die wahrlich Vorbereitung auf das Arbeitsleben. Während meiner Ausbildung unmittelbar nach meiner Schulzeit bemerkte ich doch, dass es dort dann doch schneller und etwas härter aus schulischer Sicht zuging; das könnte man noch optimieren. Ansonsten ist die Schule an sich ganz OK. Man kann einen qualifizierenden Hauptschulabschluss sowie die mittlere Reife erwerben. Fazit: Die Schule an und für sich ist durchaus weiter zu empfehlen. Allerdings würde ich mein Kind nicht ins Internat geben, da ich selbst leider keinen durch die Erzieherinnen fördernden Zweck hierin finde.